CaEX-Sommerlager 2007 :: Bericht
August 4, 2007
CaEX-Sommerlager 2007, „Jo, mir han mim Radl do“, Neusiedlerseetour, 29.Juli bis 03. Aug. 2007
Teilnehmer:
- Carina Schöllhammer
- Anna Hain
- Lisa Hain
- Katharina Orehounig
- Christoph Haill
- Tobias Grasegger
- Isabella Auberger
- Eva-Maria Nöhmayer
Statt den Sonntagvormittag mit Frühschoppen, Ausschlafen oder Frühstücksfernsehen zu beginnen, starteten 8 fleißige Pfadis am 29. Juli ihren grenzgenialen Trip zum Neusiedlersee.
Mit Rädern bewaffnet, bevölkerten wir den ÖBB-Zug vom Linzer Hauptbahnhof nach Wien-Hütteldorf. Schon während der Anreise begannen wir rege unser Lagertagebuch zu führen und witzige Begebenheiten festzuhalten. (Für alle interessierten liegt das Werk im CaEx-Heim zur Einsicht auf).
Nach 2x Umsteigen waren wir dann endlich am Ziel angelangt: Pamhagen im schönen Burgenland. (Anmerkung: es ist immer noch ungeklärt, ob die S-Bahn ausschaut wieder der Zug oder der Zug wie die S-Bahn. Hinweise zu diesem Fall bitte an die CaEx-Leitung).
Nachdem wir unsere nackten Füße fotografiert und uns gestärkt hatten, machten wir uns auf zum 1. Radtrip bis Rust. Ach, es war einfach herrlich, denn im Burgenländischen ist das Wort „Berg“, genauso wie „Hügel“ oder „Anhöhe“ schlichtweg ein Fremdwort. Einheimische schauen einen misstrauisch an, sollte man fragen, wo der nächste Berg sei, manche laufen sogar schreiend davon.
Exotische Tiere, wie ungarische Steppenrinder und Albino-Esel bildeten uns biologisch weiter und auch die Tatsache, dass das Burgenland so flach ist, dass man den See nicht mal sieht, wenn er nur noch einen halben Kilometer entfernt ist, erstaunten uns nicht schlecht.
Die Fahrt mit der Fähre war ebenfalls ein Erlebnis! Wir erfuhren in den 20 min auf dem Boot einiges über den Neusiedlersee, der so seicht ist, dass man ihn zu Fuß durchqueren kann.
Somit kamen wir unversehrt, gebildet, zufrieden und fit in Rust am Campingplatz an.
Nach provisorischem Aufbau machten wir uns wetterfest und genossen einen sehr gemütlichen Abend am See. Wir bastelten dort unsere kleinen „Ich bin Ich´s“ die uns das restliche Lager über begleiteten.
Nach organisatorischen Änderungen verbrachten wir den nächsten Tag in Eisenstadt. Wir können nun mit Sicherheit sagen, dass es heißt „Eisenstadt ist eine schöne Stadt“ (wie schon oben erwähnt, detaillierte Infos sind in der CaEx-Heimstunde zu holen) und dass das Schloss Esterhazy ebenfalls einiges an geschichtlichen haydnischen (gggg) Inhalten zu bieten hat.
Die Kekse hatte nun die Aufgabe, Interviews mit Fremden durchzuführen und diese dann als Präsentation am Lagerplatz darzustellen. Eine schwierige Aufgabe, so fanden Isi und ich jedenfalls! Doch zu unserem Erstaunen, fiel das Ergebnis grenzgenial aus! Mehr dazu ein paar Absätze weiter.
Wir blieben noch eine 2. Nacht in Rust und machten uns dann auf die „große“ Tour nach Podersdorf auf.
Über diese Radtour kann ich euch (nachdem ich an diesem Tag das Beleitfahrzeug gelenkt habe) nur soviel erzählen, dass Isi´s Radhose sehr stylisch war und sie einen besonderen Bezug zu Nutztieren hat. (Isi, nicht ihre Radhose).
In Podersdorf war´s dann sehr gemütlich. Wir richteten uns super ein, hatten einen guten Zeltplatz und lustige, hilfsbereite Nachbarn! (Einige davon verstanden nicht viel vom Zeltaufbau, was unsere Geldtaschen fütterte g).
Der Abend klang toll aus! Wir saßen auf den Holzpritschen am traumhaften Seestrand und genossen die lobeshymnenwürdige Präsentation der Interviews aus Eisenstadt. Solche Momente lassen einen wieder ganz genau spüren, warum man Leiter ist und warum die ganze Pfadiarbeit die Sache echt wert ist. Kurzum: Die Kekse machten einfach ein super Programm, wir kamen aus dem Klatschen gar nicht mehr raus. (ach ja: James, du warst übrigens auch dabei, wir haben dir einen Stuhl freigehalten!)
Der nächste Morgen begann früh! Da der 1 .August ja der Tag der Pfadfinder war, mussten unsere Kekse in den sauren Apfel beißen und wurden um 5: 15 geweckt um Ihr Versprechen bei Sonnenaufgang am Neusiedlerseestrand zu erneuern! Das war sehr feierlich, wenn auch etwas elanlos aufgrund der unchristlichen Uhrzeit!
Am diesem Mittwoch ging´s am Nachmittag auf zum Segeln.
Ein guter Rat an alle Interessierten: Segeln ist schön, aber schöner ist es, wenn der Wind geht. Und noch schöner ist es, wenn man ein Kapperl aufhat und der Segellehrer kein altkluger 15-jähriger Atomphysik-Biologie-Anthropologie-Archäologie-Volkswirtschafts-Experte ist, der einem erklärt, wie man lenken muss (Anmerkung: okay, es tut mir leid, der hat mich einfach genervt, ich kann nämlich lenken – nur der hat’s so doof erklärt).
Am Nachmittag, an dem uns übrigens Lucia aus Wien besuchte, führten die Kekse das Programm durch, dass sie für sich selber ausgedacht hatten. Dies war ein Erfolg und als krönenden Abschluss stach das selbst gebastelte Mini-Floß in See. (wiederum ist das Floß im CaEx-Heim für Schaulustige ausgestellt).
Abends wurde gespielt, manche tranken eine ganze Flasche Traubensaft aus ohne unpässlich zu werden und andere amüsierten sich über unsere wie schon oben erwähnt, lustigen Nachbarn.
Am Tag der Abreise schlichteten wir wie die Profis unser Zeug in Isi´s Zafira (danke übrigens, der wahr Goldes wert) und machten uns auf den Heimweg.
Wiederum stellte sich die Frage, ob S-Bahn = Zug oder umgekehrt, aber lassen wir das.
Wir kamen schließlich heil und zufrieden wieder im Zihu an und bedanken uns hiermit bei allen fleißigen Helfern für die rege Beteiligung an unserer komplizierten Ein-und Auspack-Aktion! Danke auch an Jürgen Hain für den Radträger, ohne das Teil wären wir echt aufgeschmissen gewesen.
Rückblickend kann ich sagen, dass dies ein Lager war, wie man es sich als CaEx-Leiter nur wünschen kann. Die bravsten, liebsten, kreativsten Kinder mitzuhaben macht so ein Lager zum Highlight. Danke an alle, es war einfach super!
Gut Pfad,
Eva-Maria
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